Urbanisierung ist eines der wichtigen Merkmale, die die sozioökonomische Entwicklung kennzeichnen. Die quantitative Analyse der räumlich-zeitlichen Variabilität der Urbanisierung kann eine wissenschaftliche Grundlage für die Optimierung der Urbanisierungsentwicklung bieten. Um die Entwicklungsmodelle der Urbanisierung in China in verschiedenen Perioden und auf unterschiedlichen Ebenen zu untersuchen, basiert diese Studie auf langzeitlichen Nachtlichtfernerkundungsdaten und nutzt Methoden wie Schwerpunktsverlagerung, Standardabweichungsellipse, globalen Moran's I Index und lokale räumliche Autokorrelation. Aus Perspektiven wie Beitragsrate, Wachstumsrate und Schwerpunktverteilung werden die graduellen Merkmale und die räumlich-zeitlichen Differenzierungsmuster der Urbanisierungsentwicklung in China in den letzten fast 30 Jahren quantitativ analysiert, einschließlich Provinzhauptstädten, Städten auf Präfekturebene, Kreisebenenstädten und Gemeinden. Die Ergebnisse zeigen: (1) In Bezug auf die Beitragsrate hatten in den frühen 1990er Jahren Städte auf Präfekturebene den größten Beitrag, Provinzhauptstädte und Gemeinden lagen gleichauf, Kreisebenenstädte hatten den geringsten Beitrag; nach 2000 überstieg der Beitrag der Gemeinden den der Provinzhauptstädte und um 2004 auch den der Städte auf Präfekturebene, wodurch sie den höchsten Beitrag hatten; nach 2010 wurden Provinzhauptstädte die Stadtebene mit dem geringsten Nachtnachtlicht-Beitrag; (2) Hinsichtlich der Wachstumsrate führten zwischen 1992 und 2000 Provinzhauptstädte und einige Städte auf Präfekturebene die anderen Stufen an; von 2000 bis 2010 wurden Städte auf Präfektur- und einige auf Kreisebene zum Kern, zeigten eine mittlere oder höhere Wachstumsrate in Nord-, Ost-, Zentral- und Südchina, während in Nordwest-, Südwest- und Nordostregionen aufgrund des niedrigeren Entwicklungsstands Provinzhauptstädte weiterhin die schnellst wachsenden Städte der vier Stufen waren; von 2010 bis 2022 wurden Gemeinden zur Hauptakteurin, Provinzhauptstädte befanden sich fast vollständig im Zustand einer „langsamen bis niedrigen“ Entwicklung; (3) Bezüglich der Schwerpunktverteilung zeigt das urbane Entwicklungszentrum eine Abwärtsbewegung im Gradienten und verschiebt sich schrittweise von Provinzhauptstädten zu Städten auf Präfektur-, Kreis- bis hin zu Gemeindeebene. Zwischen 1992 und 2000 konzentrierten sich „hoch-hoch“-Clustergebiete hauptsächlich auf Provinzhauptstädte und Küstenstädte auf Präfekturebene; von 2000 bis 2010 machten Städte auf Kreisebene einen größeren Anteil an Hochwert-Clustern aus; von 2010 bis 2022 traten Gemeinden als neue Wachstumspole hervor, während einige Provinzhauptstädte „niedrig-niedrig“-Cluster zeigten, was den Eintritt der Urbanisierung Chinas in eine neue Entwicklungsphase mit Multi-Zentren- und Netzwerkcharakter markiert.