Die Auswahl homogener Pixel ist ein entscheidender Schritt beim verteilten Streuer-Interferometrischen Synthetic Aperture Radar (Distributed Scatterer Interferometric Synthetic Aperture Radar, DS-InSAR), der die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der anschließenden Phasenoptimierung direkt beeinflusst. Aufgrund der Mängel bestehender homogener Pixel-Auswahlalgorithmen bei geringer Bildanzahl und dem Ausgleich zwischen Fehler Typ I und Typ II wurde ein dynamischer homogene Stichproben-Auswahlalgorithmus mit integrierter Bereichswachstumsmethode (Dynamic Center Growing Selector, DCGS) vorgeschlagen. Der Algorithmus wählt zunächst basierend auf dem Likelihood-Ratio-Test eine initiale lokale homogene Punktegruppe aus, aktualisiert dann die Referenzpixel dynamisch von innen nach außen basierend auf der Gebietswachstumsidee und bestimmt schließlich die Zugehörigkeit homogener Pixel mittels Gamma-Test. Basierend auf Monte-Carlo-Simulationen erzielte der DCGS-Algorithmus unter sechs Stichprobenbedingungen eine durchschnittliche Standardabweichung (STD) von 0,014, was gegenüber dem generalisierten Likelihood-Ratio-Test (GLRT), dem Kolmogorov-Smirnov-Test (KS), dem Baumgartner-Weiss-Schindler-Test (BWS) und dem Hypothesis Test of Confidence Interval (HTCI) eine Verbesserung von 68,4 %, 63,2 %, 67,9 % bzw. 10,7 % darstellt. Die Validierung anhand echter Experimente mit Sentinel-1-Bildern aus der Xiong’an-Region in der Provinz Hebei zeigte, dass der DCGS-Algorithmus das niedrigste Summe der Phasendifferenzen (PSD), die Phasen-Standardabweichung (SPD) und die Anzahl der Residualpunkte (RPN) erreichte; im Vergleich zum HTCI-Algorithmus erzielte er Leistungsverbesserungen von jeweils 2,6 %, 8,9 % und 18,4 %; in Bezug auf Rauschunterdrückung, Aufrechterhaltung der Auflösung und Robustheit gegenüber Stichprobenänderungen übertraf er die BWS- und HTCI-Algorithmen.