Das Tomographische Synthetische Apertur Radar (Tomographic Synthetic Aperture Radar, TomoSAR) registriert Mehrbaseline-Beobachtungsdaten und führt eine Apertursynthese in Richtung der Höhe durch. Dadurch können die Höheninformationsverluste und Überlagerungsprobleme, die beim traditionellen Synthetischen Apertur Radar (Synthetic Aperture Radar, SAR) auftreten, da es die Apertur nur in Azimutrichtung synthetisiert, überwunden werden. Es ermöglicht eine hochauflösende dreidimensionale Bildgebung von Zielen, die für die Inversion von Waldmasse, inneren Gletscherstrukturen und Gebäudehöhen eingesetzt werden kann. Der Artikel beginnt mit dem TomoSAR-Bildmodell und bietet eine systematische Übersicht über die Entwicklung der tomographischen Höhenschätzalgorithmen: einschließlich Fourier-Transformation, nichtparametrischer Spektralschätzung, parametrischer Spektralschätzung, komprimierter Sensorik und Tiefenlernalgorithmen, mit einer detaillierten vergleichenden Analyse der Prinzipien und Implementierungsprozesse typischer Algorithmen. Basierend auf typischen Inversionsresultaten mit realen Messdaten wird eine weitere vergleichende Analyse der Vorteile und Einschränkungen verschiedener Algorithmen hinsichtlich Robustheit, Universalität und Anwendungsbedingungen durchgeführt. Abschließend fasst der Artikel die aktuellen Herausforderungen von TomoSAR bezüglich Baseline-Verteilung und Datensparsamkeit, Mehrstreuungstrennung und komplexen Streumechanismen zusammen, schlägt zukünftige Forschungsrichtungen vor und gibt einen Ausblick auf die Anwendungsperspektiven.